"Wegziehen können wir nicht!"

 

Das tägliche Leben
im Schatten des Senders IBB bei Holzkirchen/Oberlaindern

 

Menschen reden

Der Zufall führte uns eines Tages in das Haus der Familie H. Herr H. erzählte uns von gesundheitlichen Beschwerden, für die die Ärzte keinen organischen Befund feststellen konnten. Außerdem berichtete er, wie der Sender sein Telefon und sein Radio störte. Er erwähnte ähnliche Beschwerden bei seinen Nachbarn. Also sprachen wir mit den Nachbarn. Schließlich besuchten wir jedes Haus in dieser Straße.

Wir waren überrascht, wie sich die Beschwerden in den Haushalten in Oberlaindern glichen: Schlafstörungen, Gliederschmerzen, Ohrgeräusche, Nervosität, Muskelzucken, Infektanfälligkeit. In vielen Häusern Krebs. Die Symptome finden sich auch in wissenschaftlichen Studien und Interviews mit Anwohnern anderer starker Radiosender, z.B. in der Schweiz und in Norddeutschland.

Unsere Interviews sind keine wissenschaftliche Studie. Aber sie schildern authentisch den Alltag der Menschen im kleinen oberbayerischen Dorf Oberlaindern. Den Alltag von Menschen neben einem Sender der USA, der sich seit 50 Jahren als "Stimme der Freiheit" versteht.

Sie können jetzt Ausschnitte aus den Gesprächen lesen. Sie können erfahren, was in Oberlaindern geschieht. Vielleicht sind Sie Politiker und können darauf hinwirken, daß die Sendungen künftig nicht mehr in Oberlaindern ausgetrahlt werden. Wir hoffen, daß es Politiker der USA sind, die diese Entscheidung treffen. Es wäre eine Entscheidung aus Respekt vor den Menschen in Oberlaindern.

Die Namen der Befragten sind aus datenschutzrechtlichen Gründen anonymisiert. Die Personen sind der Bürgerinitiative Sender-Freies-Oberland e.V. namentlich bekannt. Alle Interviewtexte und andere Unterlagen der Umfrage wurden mit Unterschrift der Befragten autorisiert. Die Befragten haben einer Verwendung dieser Aussagen vor Gericht zugestimmt.

 

"Ich bin seit Generationen die einzige in der Familie, die Krebs bekommen hat."

Nachdem wir vor 20 Jahren hergezogen waren, konnten wir zuerst einmal an unseren Geräten feststellen, wie stark der Sender war. Im Telefon war er lauter zu hören als der Sprecher am anderen Ende. Wir hatten ihn im Plattenspieler, in allen Radios, im Spülbecken. Sogar aus den Töpfen, wenn sie auf den Herdplatten standen, konnte man ihn klar und deutlich hören. Das hat uns anfangs noch amüsiert. Heute noch schaltet das Fernsehgerät vormittags von alleine aus. Das erste Mal nach einer halben Stunde, bis es schließlich bereits alle 2 Minuten ausgeht. Abends kommt das nie vor.

Wenn ich meinen Gesundheitszustand hier betrachte, fällt mir sehr viel auf: Mit 48 Jahren, also vor 7 Jahren, bin ich an einem Mammakarzinom operiert worden. Wenn - wie die Ärzte sagen - der Krebs eine Inkubationszeit von 15 Jahren hat, dann ist das auf unseren Herzug zurückzuführen. Ich bin seit Generationen die einzige in der Familie, die Krebs bekommen hat.

Ich bin die geborene Vielschläferin, von daher schlafe ich gerne und auch gerne länger. Aber es geht einfach nicht. In der zweiten Nachthälfte wache ich häufig auf. Und ab fünf Uhr bin ich immer ganz wach. Endgültig. Auch wenn ich noch so spät ins Bett gehe. Träume kommen bei mir überhaupt nicht mehr vor.

Meine ständige Müdigkeit ist extrem. Häufig fühle ich mich morgens todmüde, "erschlagen", habe starke Schwindelgefühle. Dabei habe ich keinen niedrigen Blutdruck. Im Gegenteil. Und trotzdem bin ich dann den ganzen Tag über zu nichts zu gebrauchen.

Besonders schlimm sind meine ständigen Rückenschmerzen und meine hohe Neigung zu Muskelverspannungen. Ich habe häufig solche Muskelblockaden, daß ich regelrechte Taubheitsgefühle in den Armen oder Beinen bekomme. Wenn ich mich woanders aufhalte, im Urlaub zum Beispiel, habe ich das nicht. Das kommt immer nur hier vor.

Vor ungefähr drei Jahren hatte ich eine schlimme Herzattacke. Ich hatte starke Stiche und Schmerzen. Herzschmerzen treten bei mir bis heute immer wieder auf, so daß ich mich aus Angst nur flach zu atmen traue. Am Herzen konnte man medizinisch aber nichts feststellen.

Ich bin sehr infektanfällig. Es ist immer wieder das gleiche Erscheinungsbild: zuerst geht der Infekt über die Nase, hin zu den Bronchien und dann schließlich in die Kieferhöhlen. Alle 6 Wochen habe ich mindestens drei Wochen lang diese Erkältung. Viele Freunde von uns haben mich seit Jahren nicht richtig gesund erlebt.

T.B.

 

"Zuhause werde ich auf einen Schlag total müde."

Ich schlafe leicht ein, wache aber an vielen Tagen hintereinander um immer die gleiche Zeit auf, mitten in der Nacht! Ich träume nicht. Solange ich in meinem Elternhaus außerhalb von Oberlaindern gewohnt habe, habe ich wie ein Stein geschlafen und auch viel geträumt.

Ich bin jetzt 34 Jahre alt und habe Gelenkrheumatismus. Und trotzdem habe ich häufig das Gefühl, als ob mein Arm bei der Streckbewegung von einer Sehne gesperrt wird. Erst ist es ein stechender Schmerz, dann knackst es und dann geht es wieder.

Oft komme ich voller Tatendrang und absolut fit von der Arbeit nach Hause. Doch sobald ich kurze Zeit daheim bin, muß ich mich erst ausruhen. Mir fällt immer wieder auf, daß ich plötzlich auf einen Schlag total müde werde. Das kenne ich von früher gar nicht.

L.B.

 

"... ein Viertel Jahr später war er ein kranker Mann."

Ich bin Flieger und muß alle 2 Jahre zur fliegerärztlichen Untersuchung. Ich strotzte immer vor Gesundheit. Das änderte sich schlagartig in Oberlaindern. Da habe ich plötzlich so hoch Zucker bekommen, daß ich nur noch mit Mühe meinen Flugschein behalten konnte. Ich esse nie Süßes, trinke keinen Alkohol und lebe fast nur Diät. Zuckerkrankheit gab es in unserer Familie nie.

Mein Vater war auch immer kerngesund und meine Mutter ebenso. Meine Mutter war äußerst aktiv, schlagfertig und sozial stark engagiert. Sie tat immer etwas. Kaum war sie hier, hatte sie zwei Schlaganfälle hintereinander. Jetzt liegt sie im Pflegeheim.

Mein Vater sagte, wenn ich bei dir bin, sehe ich schlecht. Er ist dann richtig depressiv geworden, wollte nie mehr aus dem Haus. Dabei war es vorher sein höchstes Vergnügen, mit dem Auto wegzufahren. Kerngesund kam er zu mir, ein Viertel Jahr später war er ein kranker Mann. Hatte permanent Kopfweh und klagte immer über Pfeifen im Ohr. Darüber klagte er im Heim dann nicht mehr. Dort wurde er wieder richtig glücklich.

Ich habe das Ohrpfeifen auch. Wenn ich in dem Badezimmer bin, das zum Sender hin liegt, tritt es mit einem Schlag auf und bleibt. Wenn ich weg bin, und ich bin viel auf Reisen, habe ich das überhaupt nie. Auch bin ich dann viel aktiver als hier, fühle mich früh morgens fit und voller Elan. Das kommt hier nie vor.

Leute, die mich gut kennen und hier besuchen, fragen, was ist eigentlich mit dir hier los, du bist so hektisch und nervös. Ich glaube, das kann man auch gut an meiner Aussprache feststellen. Sie ist hier stark verändert. Hier spreche ich sehr hasplig; das passiert mir woanders nie.

I.F.

 

"Ich höre den Sender laut und deutlich - aber keine Musik..."

Anfangs, vor 9 1/2 Jahren, habe ich mir überhaupt keine Gedanken über den Sender gemacht. Aber die vielen Störungen im Telefon und an anderen Geräten machten mich dann doch stutzig. Warum soll der Sender nicht auch meine Gesundheit beeinflußen, wenn er es schon mit den Geräten macht? Wenn ich die Hand über meinen CD-Player halte, so im Abstand von 5 cm, hört die Musik auf zu spielen. Das ist fast magisch. Ich habe jetzt schon das dritte Gerät innerhalb eines Jahres. Wenn die Lautsprecher daran angeschlossen sind, ist das die reinste Hölle. Ich höre den Sender laut und deutlich - aber keine Musik...

Seit ich hier wohne, kann ich nur sehr schlecht schlafen. Ich schlafe erst so spät ein, daß ich in der Früh gar nicht ausgeschlafen sein kann. Außerdem habe ich hier viel Probleme mit meinem Darm. Vor Weihnachten hatte ich starke Schmerzen. Als ich ein paar Tage weg war, verschwanden sie. Zuhause waren sie auf einen Schlag wieder da. Im Moment kann ich es einigermaßen aushalten.

T.S.

 

"Man kann zusehen, wie die Muskeln hüpfen ..."

Ich schlafe ganz schlecht. Ich kann ewig nicht einschlafen, und werde häufig wach. Am Morgen bin ich äußerst früh auf. Träumen tue ich nur ganz ganz selten.

Ich leide seit einigen Jahren unter einer Muskelkrankheit. Die hat erst hier angefangen. Lange hat man nicht gewußt, was ich habe. Auch unter Rheuma leide ich sehr. Manchmal gehe ich ins Bett und mir fehlt nichts. Und dann passiert es, daß ich mich dann morgens gar nicht rühren kann, vor lauter Schmerzen in Arm oder Bein. Jetzt bin ich bei Cortison gelandet. Das hilft gegen die Schmerzen.

Ich fühle mich häufig matt, manchmal bis zum Mittag. Auch verspüre ich immer eine innerliche Unruhe, so daß ich manchmal auf tausend bin, obwohl ich es gar nicht will. Ich bin eben sehr nervös.

Früher hatte ich nie Kopfschmerzen - seit eineinhalb Jahren leide ich unter akutem Kopfweh.

Und Muskelzucken habe ich sehr schwer. Man kann dabei zusehen, wie die Muskeln "hüpfen".

Wenn eine Grippe rumgeht, erwische ich sie mit Sicherheit sofort. Ich bin hier sehr infektanfällig geworden.

Mit 44 Jahren bin ich an Unterleibskrebs operiert worden.

M.J.

 

 

"Reizbarkeit, das kannte ich früher gar nicht."

Als wir 1989 herzogen, bekam mein ältester Sohn Schlafschwierigkeiten. Ganz oft wurde er wach. Einmal wach, konnte er nicht wieder einschlafen. Auch heute noch ist die Nacht für ihn um 5 Uhr zu Ende. Dadurch ist er natürlich hundemüde und hat immer große Konzentrationsprobleme. Auch in der Schule. Er ist ein total unruhiger Typ, ist unheimlich leicht aufbrausend. Die Geschwister sind untereinander sehr streitsüchtig und aggressiv.

In der Frühe habe ich oft das Problem, daß ich unausgeschlafen aufwache, obwohl ich früh zu Bett bin. Ich fühle mich einfach unerholt. Ich wache oft mit Kopfschmerzen auf.

Mein mittlerer Sohn (7) kennt Kopfweh auch schon. So häufig klagt er darüber. Und über Bauchweh. Das dauert sehr lange, bis es wieder vorbei ist. Außerdem kriegen alle unsere Kinder ganz schnell und leicht Bronchialinfekte.

Seit ich hier wohne, bin ich total anfällig gegen Schnupfen und Nebenhöhlenentzündungen.

Reizbarkeit und erhöhte Spannungen, das kannte ich bei mir früher gar nicht. Heute finde ich meine Stimmungsschwankungen hier ziemlich extrem.

T.J.

 

 

"Hier bin ich nervös, fühle mich unruhig - körperlich unruhig ."

Ich lebe seit 10 Jahren in Oberlaindern. Hier bin ich nervös, fühle mich unruhig - körperlich unruhig, was ich früher nie hatte. Das fällt auch meinem Mann besonders an mir auf.

Ich bin 34 Jahre alt. Gliederschmerzen habe ich im Arm und in der Schulter. Sie kommen plötzlich, bleiben ein paar Tage und sind dann wieder weg. Wenn ich im Urlaub bin, habe ich keine Gliederschmerzen. Da wache ich morgens auch ganz anders auf. Mein Schlaf ist dann immer erfrischender als hier. Früher träumte ich viel und fand das auch sehr schön. Jetzt passiert das leider nie mehr. Manchmal liege ich morgens im Bett und fühle mich ganz matt und mag gar nicht aufstehen. Ich führe das auf meinen schlechten Schlaf zurück.

Mein mittlerer Sohn (8) schläft zwar durch, aber wahnsinnig unruhig. Er dreht sich ständig im Bett.

Er und auch mein Mann bekommen sehr häufig starke Bronchitis. Mein Mann ist eigentlich immer krank. Ständig holt er sich einen Infekt. Er ist 37 Jahre alt. Ist das normal, daß er so oft mit hohem Fieber und starken Bronchitisanfällen im Bett liegt?

I.S.

 

"Aus heiterem Himmel zuckt mein Finger hin und her."

Mein Schlaf ist nie erholsam. Ich merke auch, daß ich beim Schlafen sehr angespannt bin, denn häufig habe ich morgens starke Nackenspannungen. Auch muß ich mich morgens oft zu jeder Arbeit zwingen und würde mich am liebsten wieder hinlegen, weil ich mich so matt fühle.

Wenn ich mal in der Nacht träume, was selten genug vorkommt, habe ich Alpträume. Mein Mann muß mich dann immer aufwecken. Meine jüngste Tochter traut sich überhaupt nicht, allein zu schlafen. Sie hat immer Angst, weil sie so schlecht träumt.

Ich lebe seit 18 Jahren hier. Eigentlich bin ich eher ein ruhiger Mensch, gar kein streitsüchtiger Typ. Doch mir fällt auf, daß ich hier viel eher aufbrause als früher.

Bei der Entbindung unseres ersten Kindes, vor 18 Jahren, habe ich zum ersten Mal festgestellt, daß ich hier in Oberlaindern ein anderes Körpergefühl habe als woanders. Hier fühle ich mich immer unwohl. Wenn ich nicht in Oberlaindern bin, geht es mir körperlich rundum gut. Ich kann das an vielen Dingen feststellen. Manchmal zum Beispiel, sozusagen aus heiterem Himmel, zuckt meim Finger hin und her. Das merke ich auch an den Augen, da zuckt es dann im Augenwinkel.

Unter Ohrgeräuschen leide ich auch. Hauptsächlich wenn ich liege. Es ist kein Pfeifen, wie bei meiner ältesten Tochter, sondern so ähnlich wie ein Herzschlag. Das ist meistens am Abend, wenn ich gerade ins Bett gegangen bin.

Meine Tochter hat schon seit Jahren ein hohes Pfeifen im Ohr. Tinnitus. Kein Arzt oder Heilpraktiker konnte ihr helfen. Sie hat sich damit irgendwie arrangieren müssen. Genauso wie mit ihren starken, wirklich sehr schlimmen Migräneanfällen.

L.N.

 

"Irgendwann habe ich nicht mehr gewußt, was ich machen sollte."

Ich kann einfach vor zwei bis drei Uhr morgens nicht einschlafen. Ich träume wenig und mein Schlaf ist auch nicht sehr erholsam. Das fällt mir schon auf. Ich fühle mich morgens oft niedergeschlagen, wie gerädert. Und muß mich auch erst langsam aufrappeln

Ich war jahrelang an Depressionen erkrankt und da habe ich in der Nacht auch viel geschwitzt. Meine Haare waren morgens immer pitschnaß.

Meine Depressionen habe ich erst hier bekommen. Irgendwann habe ich nicht mehr gewußt, was ich machen sollte. Da habe ich dann 68 Schlaftabletten gesammelt und genommen.

Meinen Fernseher habe ich 1989 abgeschafft. Der hatte immer nur Störungen.

T.D.

 

"Nur wenn ich in den Bergen oder im Urlaub bin, fehlt mir überhaupt nichts."

Ich habe schlimme Herz-Rhythmus-Störungen. Die habe ich seit Ende der 50er Jahre, da war ich knapp 20 Jahre alt. Die Störungen wurden im Laufe der Jahre dann so stark, daß ich mit dem Arbeiten aufhören mußte. Ich bin hier sehr nervös. Oft werde ich von meiner Frau geschimpft, daß ich so nervös bin.

Es ist schon auffallend, daß ich ein sehr infektanfälliger Mensch geworden bin. Ich kriege schnell Grippe, Auch Rheumaanfälle. Mein Arm tut mir oft so weh, daß ich nichts heben kann. Ich kann ihn dann noch nicht einmal strecken, ohne Schmerzen zu haben. Viele Jahre lang mußte ich Medikamente gegen Asthma einnehmen. Unter meiner Merkschwäche leiden meine Frau und ich wirklich sehr.

Nur wenn ich in den Bergen oder im Urlaub bin, fehlt mir überhaupt nichts.

M.L.

 

"Aber den Menschen hier kann man keinen Filter einpflanzen."

Von der Hüfte runter habe ich immer Schmerzen. Vor ein paar Jahren habe ich gar nicht gehen können. Es hieß, ich hätte schwere Osteoporose. Doch dann ist das für eine ganze Zeit weggewesen. Seit einem Jahr sind die Schmerzen wieder da. Und sie sind wieder sehr, sehr unangenehm!

Ich habe große Schlafprobleme. Ich kann nie durchschlafen, und mein Schlaf ist auch nur sehr oberflächlich. Deshalb fühle ich mich auch immer so matt.

Nervös bin ich schon sehr. Außerdem fällt mir auf, daß ich oft friere, einfach so, ohne ersichtlichen Grund. Es ist mindestens 22 Grad warm, und trotzdem! Mein Mann sagt immer, bei dir stimmt was nicht. Ich habe Bluthochdruck, wie mein Bruder und meine Mutter auch. Die haben auch hier in Oberlaindern gewohnt. Und beide hat der Schlag getroffen.

Unser Fernseher ginge gar nicht, wenn wir keinen Filter hätten. Aber den Menschen hier kann man keinen Filter einpflanzen ...

C.D.

 

 

"Manchmal fühle ich mich wie ein Auto, das mit angezogener Handbremse fährt."

Ich habe zwar keine Schlafprobleme, aber dafür habe ich auch keine Träume. Ich bin jetzt 37 Jahre alt. Aber manchmal fühle ich mich wie ein Auto, das mit angezogener Handbremse fährt. Es kommt immer häufiger vor, daß ich mich wie "erschlagen" fühle.

Seit 5 Jahren bin ich immer wieder krank. Das äußert sich durch Bronchitis, Fieber und Mattigkeit. Ungefähr so läuft das dann ab: Im Laufe eines Vormittags bekomme ich hohes Fieber, das nimmt bis zum Abend immer mehr zu. Am frühen Morgen ist es dann wieder weg und kommt dann wieder von neuem. Das geht ungefähr über 5 Tage so, dann ist alles wieder vorbei. Der Arzt hat alles untersucht, aber es ist nichts zu finden.

Kürzlich ist mir etwas Seltsames passiert. Ich wollte um ca. 15 Uhr am Bildschirm arbeiten, aber da konnte ich plötzlich nichts mehr sehen! Ich hatte einen eingeschränkten Sehbereich, alles war grau und verschwommen. Die Menschen um mich herum konnte ich nur schemenhaft erkennen. Mir war nicht schwindlig, nicht schlecht und ich hatte keine Kreislaufbeschwerden. Kopfweh hatte ich auch keins. Der Arzt konnte absolut nichts feststellen. So was hatte ich noch nie, deshalb bin ich auch so darüber erschrocken.

I.S.

 

"Ich bin auf Empfang."

Zeitweise schlafe ich schlecht ein und werde auch häufig in der Nacht wach, ganz plötzlich geschieht das. Oft schwitze ich nachts auch, warum, weiß ich nicht. Ich kann mir auch nicht erklären, warum ich mich morgens ganz matt fühle.

Seit wir wieder hier wohnen geht es mir viel schlechter. Ich hatte im Juni 1998 eine Nierentransplantation. Mit 35 Jahren. Wie es soweit kommen konnte, können die Ärzte auch nicht erklären. Aber ich hatte wohl auch seit einiger Zeit Bluthochdruck. Durch meine Transplantation muß ich Medikamente nehmen. Da muß ich besonders auf Infektionen aufpassen. Ich merke, daß ich sie aber schneller kriege als früher. Meine Infektanfälligkeit ist sehr hoch.

Oft habe ich ein Pfeifen im Ohr, wenn ich im Bett liege. "Ich bin auf Empfang", so kommt mir das dann vor, weil es so ein Geräusch wie beim Radio ist, wenn der Sender nicht richtig eingestellt ist.

L.G.

 

"Mindestens alle 3 Monate hat er heftigste Magenprobleme."

Mein Mann kann schlecht einschlafen. Er wacht immer wieder und immer früher auf. Auffällig ist, daß er unter starkem Schwitzen in der Nacht leidet. Dann ist sein Schlafanzug so feucht, daß er ihn wechseln muß.

Er hat so oft Nasen-Nebenhöhlen-Entzündungen, die kann man schon gar nicht mehr zählen! Mindestens alle drei Monate hat er heftigste Magenprobleme. Das sind die reinsten Koliken. Er muß brechen und hat große Schmerzen, die gehen nur durch Spritzen wieder weg. Im Krankenhaus war er deshalb schon einige Male. Auch Magenspiegelungen hatte er deshalb. Aber es konnte nicht einmal etwas festgestellt werden. Diese Anfälle dauern ungefähr drei Tage an. Es dauert dann aber mindestens eine Woche, bis er sich einigermaßen wieder erholt hat. Sein Gewichtsverlust ist dann immer sehr groß.

L.G.

 

"Wir haben das ganze Jahr Weihnachtsdekoration."

Ich wohnte ungefähr sieben Jahre in unmittelbarer Nähe zum Sender. Aus den Zimmern unserer Wohnung schauten wir auf die Sendemasten. Ich mochte die vielen Lichter ganz gern. Wir haben das ganze Jahr Weihnachtsdekoration, sagte ich zu meinen Kindern. Wenn wir aus dem Urlaub nach Hause kamen, begrüßten mich die roten Lampen und ich dachte, jetzt bist du zuhause.

Damals hatte ich ständig Schlafstörungen; ich konnte keine Nacht durchschlafen. Vor allem in den letzten Jahren, ehe wir aus unserer dortigen Dienstwohnung auszogen, war es besonders schlimm und sehr oft hatte ich auch starke Kopfschmerzen. Auf die Idee, daß diese Störungen etwas mit dem Sender zu tun haben, bin ich nicht gekommen, ist ja damals niemand gekommen - weil man darüber nichts wußte. Als wir dann wegzogen, konnte ich mit einem Mal wieder durchschlafen und hatte kein Kopfweh mehr.

R.T.

 

"Früher hörte man den Sender aus dem Wasserhahn."

Früher hörte man den Sender sogar aus dem Wasserhahn. Jetzt ist gelegentlich mein Telefon gestört. Zeitweise schlafe ich schlecht, schwitze in der Nacht. Mein Mann ist vor ein paar Jahren an Blasenkrebs erkrankt.

LG.

 

"Seit ich hier wohne, habe ich ständig Kopfweh, teilweise 14 Tage ohne Unterbrechung."

Ich wohne seit 1990 in Oberlaindern. Seither habe ich Kopfschmerzen, die immer schlimmer werden. Teilweise habe ich sie 14 Tage lang, ununterbrochen. Ich habe Schlafprobleme, schwitze in der Nacht. Ehe ich herzog, hatte ich so gut wie nie Kopfweh. Ich bin hier ständig krank. Ich habe so starkes Ohrensausen, daß ich zeitweise nichts höre und bin in Behandlung. Ich bin nervös und habe 100 Puls und Herzflattern. Der Arzt findet keine Ursachen, obwohl schon ein Langzeit-EKG gemacht wurde. Unser Sohn, 3 Jahre, hat Neurodermitis, seit er drei Monate alt ist.

U.C.

 

"Oft liege ich stundenlang wach."

Häufig schlafe ich schlecht. Ich wache in der Nacht auf und kann nicht mehr einschlafen. Ich liege oft stundenlang wach. Hin und wieder habe ich auch Kopfschmerzen.

Bei uns ist das Telefon gestört und der Fernseher. Plötzlich schaltet der Apparat um, die Farbe ist gestört, wir können den russischen Sender im Fernseher hören. Zu unterschiedlichsten Zeiten, auch am Nachmittag. Am Computer habe ich Probleme, z.B. bei der Datenübertragung. In der Sprechanlage unseres Hauses werden die Gäste vom Sender empfangen.

U.S.

 

"In der Nacht habe ich Ohrgeräusche."

Unser Telefon ist gestört. Das ist eigenartig. Jahrelang war Ruhe, aber seit 6 Monaten schlägt der Sender wieder durch. Es ist der gleiche Apparat. Im Moment ist es ganz massiv. Teilweise schlafe ich schlecht, ich schwitze und habe Ohrgeräusche.

Meine beiden Eltern sind an Krebs gestorben. Sie haben 17 bzw. 20 Jahre lang hier im Haus gewohnt.

N.E.

 

"Die haben Angst vor den Amerikanern."

Unsere Oberen sind blöd, sie haben Angst vor den Amerikanern. Ich werde 74 Jahre alt. Schauen Sie nur hin, der Sender ist unmittelbar vor unserem Haus. Wir haben lauter chronische Krankheiten. Jeden Tag habe ich starkes Kopfweh und wahnsinnige Körperschmerzen. Der Arzt sagt, das kann ich nicht verstehen. Es ist sinnlos, wenn ich es ihm erkläre. Ich bekomme die stärksten Medikamente, aber sie wirken nicht. Wenn ich weg bin, dann ist es besser. Meine Frau hat auch Schlafstörungen und Kopfweh, außerdem hat sie Brustkrebs und Ohrensausen. Man hat eine Kernspintomographie gemacht, wegen Verdachts auf Gehirntumor, aber ohne Befund.

C.B.

"Der Kleine hat an den Kopf gelangt und gezeigt, wo es ihm weh tut."

Unser Roland hat sehr schweres Kopfweh. Von klein auf. Er hat schon als Kleinkind geschrien. Irgendwann, als er alt genug war, hat er dann an seinen Kopf gelangt und zeigen können, wo es weh tut. Sagen konnte er es ja noch nicht. Manchmal, wenn er sich über Kopfschmerzen beklagte, habe ich später gedacht, er will nur nicht in die Schule gehen. Aber wenn sich ein 14-jähriger nachmittags freiwillig ins Bett legt, dann wissen Sie, was los ist. Heute ist er fast erwachsen und es ist etwas besser. Aber er braucht immer noch das meiste Aspirin von uns allen.

Ich selbst habe Morbus Crohn.

Wenn wir ein elektrisches Gerät kaufen, tun wir das unter Vorbehalt. Jedes mal lassen wir es zuerst hier aufstellen und prüfen, ob es bei uns störungsfrei funktioniert, sonst müssen wir es zurückgeben. In der Stereoanlage meiner Tochter ist - je nachdem, wo sie steht - der Sender zu hören.

Wir brauchen den Sender nicht, er ist scheußlich. Wir hätten die schönste Aussicht in der ganzen Gemeinde. Aber zwei Drittel davon sind Sendemasten. Und wenn im Sommer ein Gewitter aufzieht, dann sprühen die Funken auf den Drähten, dann hören wir es bis zu uns herüber knistern.

S.F.

"Es beginnt genau zwei Minuten vor Sieben."

Mein Fernseher ist gestört und mein Telefon. Das beginnt genau zwei vor Sieben. Ich schaue oft die Rundschau in BR 3 an. Ehe der Wetterbericht kommt, habe ich lauter Zeilen im Bild. Beim Telefon ist genau das gleiche. Manchmal ist es besonders schlimm. Mein Anrufbeantworter setzt sich in Betrieb, ohne daß jemand bei mir angerufen hat. Dann höre ich den Sender auf ihm. Nachrichten, die mir auf Band gesprochen werden, kann ich nicht verstehen, weil sie von Musik überlagert sind. Das Band zeichnet den Sender auf. Nach 19 Uhr kann ich keine Anrufe empfangen, weil ich nur noch den Sender im Telefon höre.

Im Oktober 1998 habe ich die Telekom informiert. Meine Apparate sind Telekomapparate, keine Billiggeräte. Telekom sagte, ein autorisierter Elektrobetrieb müsse Filter einbauen. Ich fragte, wer bezahlt das? Die Auskunft war: die Kosten müssen Sie selbst übernehmen.

Manchmal schlafe ich schlecht. Ich habe Ohrgeräusche.

Ich habe bis vor drei Wochen in der Zweckform * geschichtet. Wir haben den Sender in den Verpackungsmaschinen gespürt. In der Nachtschicht waren die elektronischen Programme oft gestört, zehn, zwanzig Mal, ganz unterschiedlich. Die Zählvorgänge und damit die Verpackungsmenge haben sich von allein verändert. Die Maschinen produzieren Aussschuß, füllen falsche Mengen in die Kartons, die dann z.B. zusammengepreßt werden. So entstehen der Zweckform durch Minderleistungen der Maschinen Verluste.

*(Die Zweckform ist in Oberlaindern angesiedelt und der größte Arbeitgeber im Umkreis. Der Geschäftsführer hat hohe Kosten für die Abschrimung der Geräte vor den Radiowellen schriftlich bestätigt.)

A.I.

 

"Der Sender spielte immer mit."

Wenn ich meine Heimorgel, ein gutes, teures Stück, anmachte und spielte, hatte ich immer Begleitung. Der Sender spielte mit. Niemand konnte das reparieren. Schließlich habe ich das Orgelspiel aufgegeben.

Ich bin 66 Jahre alt und wohne seit 35 Jahren hier in unserem Einfamilienhaus, vielleicht 900 m vom Sender entfernt. Als wir herzogen, bekamen wir eine neue Nirosta-Spüle. Da machten wir Bekanntschaft mit dem Sender, der plötzlich aus der Spüle tönte. Erst als das Becken geerdet wurde, war der Effekt vorbei. Aber etwas anderes ist nicht vorbei. Seit ich hier wohne, habe ich gesundheitliche Beschwerden. In den letzten zehn, fünfzehn Jahren wurden sie immer schlimmer. Zeitweise hatte ich starke innere Unruhen, ich habe innerlich immer gezittert. Ich wurde vom Nervenarzt behandelt. Jeden Tag habe ich Kopfschmerzen und muß Tabletten einnehmen. Nachts habe ich Schweißausbrüche. Ich lege mir ein Badetuch ins Bett. Immer wieder werde ich ohnmächtig. Wir fahren oft weg, denn dann geht es mir besser. Aber wenn es mir wieder besser geht, ist der Urlaub zu Ende und wir müssen wieder nach Hause.

In der letzten Woche war ich im Tölzer Krankenhaus. Die Ärzte haben allles untersucht. Gehirnströme gemessen, mich in den Kernspin geschoben, aus dem Rückenmark Nervenwasser gezogen. Die Diagnose: kein Befund.

Wir haben im April 1997 an den Landrat Kerkel geschrieben: "Es ist allen hier Wohnenden klar, der Sender muß weg und zwar so schnell wie möglich, bevor wir kaputt gehen." Wir haben noch nicht einmal eine Antwort bekommen.

Z.I.

 

"Nachts schwitze ich alles naß."

Mir geht es ähnlich wie meinem Mann. Nachts schwitze ich alles naß, muß mich auf ein Badetuch legen. Klimakterielle Beschwerden? Nein, schließlich bin ich schon 67 Jahre alt. Wenn die Politiker hier wohnen müßten, wäre der Sender schon längst weg.

Wenn ich für meine Enkelkinder eine Fernsehsendung auf Video aufnehmen will, dann zeichnet unser Gerät nur Streifen auf. Man kann an den Streifen genau sehen, wann auf dem Sender gesprochen wird, wann Pausen sind."

A.J.

 

"Ich habe chronische Schlafstörungen."

Ich habe chronische Schlafstörungen, teilweise Kopfschmerzen und Muskelschmerzen. Wenn ich nicht in Oberlaindern bin, schlafe ich besser.

Ich züchte Wellensittiche. Durch unsere Kinder haben wir damit angefangen. Ich habe zwischen 60 bis 70 Jungvögel im Jahr. Als der Sender verstärkt ausstrahlte vor wenigen Jahren, hatten wir kaum mehr Nachwuchs. Viele Eier starben einfach ab, die Vögel wurden aggressiver. Und es zeigte sich ein seltsames Phänomen: völlig gesunde Tiere fielen in der Nacht plötzlich von der Stange und lagen auf dem Boden der Voliere. Sie waren nicht krank vorher. Einen kranken Vogel erkennt der Züchter ganz deutlich: er schläft nicht auf einem, sondern auf zwei Beinen, er plustert sich auf, sondert sich von den anderen ab. Nein, das war nicht der Fall, die Vögel waren topfit, kamen auf meine Schulter, pickten an meiner Goldkette herum. Und plötzlich starben auch ganz junge Vögel, ohne jeden äußeren Anlaß. Ich glaube, daß das vom Sender kommt, aber natürlich kann ich das nicht beweisen.

S.K.

 

"Als ich Krebs bekam, war mir klar, jetzt mußt du weg."

Wir haben unser Haus in Oberlaindern in vielen Jahren selbst gebaut. An dem Tag, an dem unser Haus fertig war, hat mein Mann gesagt: "Jetzt räum ich nur noch das Handwerkszeug auf." Dann ist er umgefallen und ist gestorben. Ohne ersichtlichen Grund. Es sind immer wieder einfach Menschen umgefallen bei uns, aus heiterem Himmel.

Der Sender bringt alles durcheinander. Als wir nach Oberlaindern zogen, bekam die ältere Tochter Akne; sie war damals in der zweiten Klasse und hatte immer eine wunderschöne Haut. Die zweite Tochter war ein Nervenbündel. Sie war noch klein. Jede Nacht hat sie so gebrüllt, daß die anderen Hausbewohner nur mit Ohropax schlafen konnten.

Als wir unsere erste Stereoanlage bekamen, sie kostete 800 Mark, viel Geld damals, hat sie der Fernsehfachmann ins Haus geliefert. Er steckte den Stecker in die Elektrodose und plötzlich war der ganze Raum erfüllt mit tschechischer Musik. Ohne daß eine Platte aufgelegt war. Der hat sich erschreckt! Wir haben die Stereoanlage nie richtig zum Laufen gebracht.

Ich habe nicht einschlafen können abends, bin morgens nicht aus dem Bett gekommen. Nach dem Tod meines Mannes mußte ich arbeiten. Ich war oft monatelang nicht in Oberlaindern. Wenn ich unterwegs war, war ich ausgeglichen, konnte schlafen. Zurück in Oberlaindern war ich wieder nervös.

Vor zwei Jahren bekam ich Enddarmkrebs. Ich wurde bestrahlt, bekam Chemotherapie. Ich habe gewußt, das ist der Sender. Immer wieder habe ich überlegt, ob ich wegziehe. Als ich Krebs bekam, war mir klar, jetzt mußt du weg.

G.D.

 

 

."..dann müßte ich eigentlich meine Sachen packen und gehen."

Jeden Morgen wache ich gerädert auf. Ich fühle mich unerholt, weil ich in der Nacht nur oberflächlich schlafe. Oft liege ich wach. Seit ungefähr 6 Jahren fällt mir auf, daß ich in der Nacht irrsinnig schwitze. Und Kreuzschmerzen habe ich in der Früh so stark, daß ich manchmal gar nicht weiß, wie ich aus dem Bett rauskommen soll. Tagsüber arbeite ich in München, da merke ich nie etwas davon.

Der Sender ist mir eigentlich nur aufgefallen, weil unsere Geräte nicht gingen. Im Telefon konnte man zum Beispiel den Gesprächsteilnehmer nicht mehr verstehen. Wenn das Telefon läutet, kann ich es gar nicht hören. Viele Töne nehme ich hier nicht mehr wahr, weil sie die gleiche Höhe haben, wie das "Singen" in meinem Ohr. In München habe ich das nicht.

Seit ich hier wohne, hat meine Schwiegermutter gesagt, werde ich immer nervöser und gereizter. Ich finde mich auch viel hektischer als früher. Außerdem wird mir immer bewußter, daß ich mir alles aufschreiben muß, was ich tue. Du vergißt immer alles, du bist ein Schussel, sagt meine Tochter. Die Entdeckung hat mich zum Heulen gebracht.

Mein Mann hat schon einen Herzinfarkt hinter sich. Mit 47 Jahren! Ganz plötzlich, ohne Anzeichen vorher. Woher meine Herzstiche kommen, weiß ich nicht.

Wenn die Probleme hier mit dem Sender zu tun haben? Dann müßte man sein Leben verändern. Dann müßte ich meine Sachen packen und gehen Deshalb will ich mich gar nicht damit auseinandersetzen.

R.T.

 

 

 

Zum Schluß:

Warum liegt Oberlaindern nicht in Italien?

Italien hat am 2.1.1999 für Wohngebiete den Grenzwert für hochfrequente Strahlung auf 6 Volt/Meter gesenkt. In der Schweiz wurden "Freihaltebereiche" festgelegt, in denen ein Zehntel der Grenzwerte nicht überschritten werden dürfen.

Aber in Oberlaindern ist die Strahlung wesentlich höher, zum Teil mehr als doppelt so hoch! Tag und Nacht. Auch für Babies, kranke und alte Menschen. Wäre Oberlaindern ein Dorf in Italien oder in der Schweiz, müßte der Sender sofort schließen.

 

50 Jahre für die "Stimme der Freiheit"

Die Menschen in Oberlaindern befinden sich in einer Situation der Hilflosigkeit. Sie sind hier verwurzelt. Sie wollen ihre geliebte Heimat nicht verlassen. Obwohl sie hier leiden.

Die Menschen in Oberlaindern haben für die "Stimme der Freiheit" 50 Jahre lang geduldig ihre Opfer gebracht.

Jetzt hoffen sie, daß die USA sie ein zweites Mal befreien.

 

Wissenschaftler zu schädlichen

Auswirkungen des Senders

 

 

Reportagen zu Oberlaindern

im Deutschen Fernsehen

Dazu kommen zahlreiche Berichte in Tageszeitungen und Rundfunksendungen.

Wenn die Vereinigten Staaten in Oberlaindern weitersenden, wird es zu einer Klage der Gemeinde und der betroffenen Bürger gegen den Sender in Washington D.C. kommen. Dann wird das Thema auch die Medien der USA beschäftigen.

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